Konsumästhetik

Formen des Umgangs mit käuflichen Dingen

X

5. und 6. Juli 2013

Produkte und ihre Bilder

WORKSHOP KARLSRUHE
previousnext

Ohne die Vielzahl bildlicher Darstellungen von Produkten, ohne Werbeplakate, Bildschirme im öffentlichen Raum, Anzeigen in Printmedien, Produktabbildungen auf Verpackungen und seit Kurzem auch ohne digitale Fotografien auf Online-Bildportalen würden Produkte kaum zu materiellen Trägern von Lebensstilen, Überzeugungen und Werten. Sie bilden das vornehmliche Mittel, um Produkte mit Fiktionsversprechen zu versehen und damit auch mitzubestimmen, mit welchen Gebrauchs- und Verhaltensweisen sich diese verbinden. Wie produzierende Firmen, Werbeagenturen, Anzeigenabteilungen aber auch Konsumentinnen und Konsumenten bildliche Inszenierungen auswählen, ist von wesentlicher Bedeutung dafür, wie Konsumprodukte bewertet und eingesetzt werden.

Der Workshop machte die Wechselbeziehungen zwischen Produktinszenierungen und den Produkten selbst innerhalb der zeitgenössischen Konsumkultur zum thematischen Schwerpunkt. Verschiedene Akteure der Konsumkultur gaben in einstündigen Interviews mit Mitgliedern der Forschergruppe Einblicke in ihre Arbeitsfelder und die Entstehung und Rolle von Produkten und ihren Bildern.

Gemeinsam mit den Marktforscherinnen Uta Spiegel (www.spiegel-institut.de) und Dr. Sigrid Schmid (www.g-i-m.de) wurden Bilder als Quellen der Marktforschung diskutiert. Die Designerin Katrin Niesen (www.peter-schmidt-group.de) und die Designwissenschaftlerin Sandra Buchmüller (ehemals www.design-research-lab.de) gaben uns instruktive Einblicke in Designprozesse in den Bereichen Verpackungsdesign von FMCG (Fast Moving Consumer Goods) und Technologiegestaltung (u.a. Handys). Der Unternehmensberater Frank Horn (www.kpunktnull.de) beleuchtete den Dialog zwischen Verbraucher_innen und Unternehmen durch Formen des digitalen Marketings. Mit Dr. Stevie Meriel Schiedel (Initiatorin der Kampagne www.pinkstinks.de) und der Anzeigenleiterin Andrea Pritschow (www.missy-magazine.de) erörterten wir die Bedeutung von Werbebildern hinsichtlich der Konstruktion von Geschlechterrollen. Zum Abschluss des Workshops baten wir Stephanie Senge (www.stephaniesenge.de) um ein Künstlergespräch und durften darüber hinaus zwei Tage im Workshop-Raum Teile ihrer großen Produktsammlung ausstellen.

previousnext